Miteinander - Füreinander - Parteiunabhängig

März 2018

Liebe Gadnerinnen, liebe Gaadner!

Im Parteiblatt der Gaadner SPÖ, Ausgabe Februar 2018, macht sich Thomas Smutny Sorgen um meine Parteiunabhängigkeit, weil ich vor der Wahl zum NÖ Landtag den Mödlinger Bürgermeister Hans-Stefan Hintner bei seiner Werbung um Vorzugsstimmen unterstützt habe.

Der folgende „Faktencheck“ – so heißt das heutzutage ja wohl – möge dazu beitragen, diese Sorgen zu zerstreuen:

Vor vielen Jahren hat sich der Gemeinderat in Gaaden traditionell nur aus Mandatarinnen und Mandataren von ÖVP und SPÖ zusammengesetzt. So manche Gaadnerinnen und Gaadner kamen damals mehr und mehr zur Meinung, dass sich unsere schöne Gemeinde nicht in die richtige Richtung entwickelte. Gemeinsam mit Johann Raffetseder stellte ich mich an die Spitze all jener Gemeindebürgerinnen und -bürger, die eine Änderung wünschten. Es war uns ein Anliegen, ungebunden durch irgendwelche parteipolitischen Rücksichtnahmen den Wünschen und Anliegen der Bevölkerung mehr Gewicht zu verleihen. So gründeten wir die parteiunabhängige Bürgerliste „Wir Gaadner“ und traten mit dieser bei den Gemeinderatswahlen an. Von Wahl zu Wahl schenkten immer mehr Gaadnerinnen und Gaadner dieser Liste ihr Vertrauen. 2004 war es so weit, dass „Wir Gaadner“ erstmals stimmen- und mandatsstärkste Partei waren. Seit damals bin ich Bürgermeister und übe mein Amt völlig unabhängig von allen politischen Parteien aus. Daran hat sich weder durch die Landtagswahl im Jänner etwas geändert noch wird sich in Zukunft etwas ändern.

Bei der Ausübung meines Amtes versuche ich stets, einen parteiübergreifenden Konsens zu finden und die Meinungen aller Fraktionen sachdienlich einzubinden – gemäß unserem Motto „Miteinander – Füreinander“.  

„Wir Gaadner“ haben in all den Jahren keine politische Partei gegründet – obwohl uns dieser Weg offen gestanden wäre –, sondern sind eine Bürgerliste geblieben. Als solche verfolgen wir auch keine politischen Zielsetzungen, die über unsere Gemeinde hinausgehen. Daher haben wir nie daran gedacht, bei Landtagswahlen ein Antreten auch nur zu versuchen. Selbstverständlich mache ich aber – so wie hoffentlich auch viele andere Parteiunabhängige – bei allen Wahlen von meinem Wahlrecht Gebrauch. Bei der Landtagswahl heuer im Jänner habe ich mich entschlossen, den Mödlinger Bürgermeister Stefan Hintner zu unterstützen. Diesen wohlüberlegten Schritt habe ich getan, weil ich Stefan Hintner aus jahrelanger Zusammenarbeit der Anningergemeinden kenne. Ich schätze ihn als jemanden, der – auch als Abgeordneter zum NÖ Landtag – im Interesse unserer Gemeinde agiert hat. Es war und ist mir unverständlich, dass er mit seiner profunden Erfahrung als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter bei der heurigen Wahl auf der Liste unseres Wahlkreises ganz hinten gereiht wurde und einige Newcomer vor ihm gereiht waren. Dieser meiner Meinung habe ich auch öffentlich Ausdruck gegeben, indem ich seine Werbung um Vorzugsstimmen unterstützt habe.  

Herzlichst, Ihr Rainer Schramm,
Bürgermeister 


Liebe Kinder,
wir wünschen euch auch heuer wieder viel Spaß beim Ausmalen und Rätsel lösen.


Hochwasserschutz – großes Retentionsbecken in Gaaden

Wir wollen es nicht, wir haben einen anderen Vorschlag

Vor 2 Wochen fand auf Einladung der Bezirkshauptmannschaft Mödling eine sehr interessante Sitzung mit dem Titel „Regionalplattform Bezirk Mödling“ statt, an der von den meisten Gemeinden Vertreter teilnahmen. BGM Rainer Schramm und ich waren dort. Ziel des Treffens waren Entwicklungsthemen und deren Abstimmungsziele.

Wichtig war das Thema „Hochwasser“ für uns, da entsprechend der derzeitigen Planung ein riesiges Retentionsbecken mit mehrere Meter hohen Dämmen direkt am westlichen Ortsende von Gaaden zwischen Bundesstraße und Mödlingbach vorgesehen ist. Wir sehen bei diesem Projekt einen ganz massiven Eingriff in die Kulturlandschaft und lehnen es ganz klar ab. Wir haben wiederholt eine andere Möglichkeit bei den zuständigen Stellen der Landesregierung deponiert. Unser Plan sind mehrere kleine Retentionsbecken schon am Oberlauf des Mödlingbaches.

Da bei der oben angesprochenen Sitzung Vertreter des Gebietsbauamtes, der Wildbachverbauung, der Abwasserbehörde und der Wasserrechtsabteilung anwesend waren, konnten wir unsere Bedenken mit Nachdruck deponieren und erreichen, dass in nächster Zeit eine neuerliche Überarbeitung der Projektplanung stattfindet und dass zum ersten Mal zu diesem Thema alle 5 betroffenen Gemeinden von Wienerwald bis Mödling zusammen eingeladen werden. „Ein Bach entspringt und mündet eben nur sehr selten in ein und derselben Gemeinde.“

Mit der Realisierung unserer Vorstellungen wäre nur eine moderate Landschaftsveränderung notwendig.
Wir werden weiter berichten.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Franz Eckersberger
Vizebürgermeister


Wussten Sie, dass...

... die Gemeinde Gaaden € 374.300,- als NÖKAS – Umlage zur Finanzierung der Krankenhäuser zahlen muss. Es ist dies ein einwohnerabhängiger nicht unerheblicher Beitrag.

... € 189.300,- als Sozialhilfeumlage und € 24.297,- als Jugendwohlfahrtsumlage (auch einwohnerabhängig) vom Geld, welches vom Land an die Gemeinden (Finanzausgleich) ausbezahlt wird, abgezogen und somit gar nicht überwiesen wird.

... die Gemeinde Gaaden im Jahr 2017 ca. € 32.000,- an die Schubert Musikschule in Hinterbrühl zahlt. Nur so können die Kosten pro Unterrichtsstunde für die Schüler in leistbarer Höhe gehalten werden. 
Natürlich freuen wir uns, dass viele SchülerInnen aus Gaaden die Musikschule besuchen. Somit betrachten wir die doch nicht unerheblichen Ausgaben als sehr positive Investition. 

 


Aussendung: 
Rainer Schramm, Schlöglgasse 4, 2531 Gaaden - Univ. Prof. Dr. Franz Eckersberger, Hauptstr. 22a, 2531 Gaaden